Wie jedes Frühjahr, wird der Tierschutzverein auch jetzt wieder mit Meldungen von freilebenden Katzen überhäuft, die sich unkontrolliert vermehren. Leider fehlt bei einigen Haltern die Bereitschaft, ihre Katzen kastrieren zu lassen, auch wegen der damit verbundenen Kosten.

Streitpunkt ist oft die Frage, ob den die Katzen nun herrenlos sind oder nicht. Juristisch gesehen, erlangt derjenige, der eine herrenlose Katze füttert, dadurch das Eigentum am Tier. Somit ist er auch dazu verpflichtet, dem Tier, um Leiden und Schmerzen zu vermeiden, die durch das Tierschutzgesetz geforderte tierärztliche Versorgung zukommen zu lassen. In der Praxis jedoch, lässt sich damit eine Bestandsregulierung nicht pauschal durchsetzen, denn eine Kastrationspflicht für Katzen, gibt es bisher bundesweit nur vereinzelt in wenigen Gemeinden.

Aus ethischer Sicht jedoch, ist die ungehemmte Vermehrung von Katzen dennoch ein großes tierschutzrelevantes Problem, denn nicht alle Katzenbabys können an neue Halter vermittelt werden. Zudem wird durch den nachrückenden Nachwuchs die Vermittlung von Katzen aus den ohnehin schon überfüllten Tierheimen blockiert.

Die Kätzchen, welche übrig bleiben, sind meist auf sich selber gestellt und verelenden zusehends. Werden sie nicht gefüttert, überleben die meisten den nächsten Winter nicht und sterben geschwächt an Unterernährung oder Infektionskrankheiten.

Aus diesem Grund unterstützt der Tierschutzverein das Kastrieren der Katzen vor Ort und die langfristige Betreuung der Katzenpopulation durch Schaffung von Futterstellen. Unsere Unterstützung besteht hauptsächlich in personeller und logistischer Hilfe. In besonderen Fällen übernehmen wir auch einen Teil der Kosten. Diese sind gerade im ländlichen Raum besonders hoch, denn auf einigen Höfen sind Katzenpopulationen von 20 und mehr Tieren keine Seltenheit.

Mit der Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz und dem damit verbundenen besonderen Auftrag an die staatlichen Behörden, dem Tierschutz verstärkt Geltung zu verschaffen, ergibt sich auch eine größere Verantwortung der Gemeinden, sich an den Kosten von Kastrationsaktionen herrenloser und verwildeter Katzen zu beteiligen. Dennoch wäre die Kastration vieler herrenloser Katzen ohne den finanziellen und persönlichen Einsatz von Mitgliedern des Tierschutzvereins nicht möglich gewesen.

Damit wir auch weiterhin gegen das Katzenelend verwildeter und herrenloser Tiere kämpfen können, sind wir auf die Hilfe aller Tierfreunde angewiesen. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende oder Ihrer Mitgliedschaft.

(c) 05/2011 - Tierschutzverein Schramberg
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Wir benötigen dringend weitere Pflegestellen, denn ohne Menschen, die Tieren ein vorübergehendes Zuhause schenken, können wir keine Notleidende Tiere aufnehmen.